Burg Prunn |
Der älteste uns bekannte Besitzer war der erstmals 1037 in den Urkunden
genannte Wernherus de Prunne. Ihr Wappenzeichen, ein springender
Schimmel, ist weithin sichtbar an die Schloßmauer gemalt.Im 16.
Jahrhundert baute der herzogliche Rat Carl Kökh als neuer Besitzer die
Burg zum Teil um, im 18. Jahrhundert nahmen die Jesuiten eine
Neugestaltung mehrerer Zimmer und der Schloßkapelle im Rokokostil vor.
Seit 1822 gehört Schloß Prunn dem Bayerischen Staat.
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Die Geschichte um die Burg Prunn
Der Schimmel zu Prunn
Auf der Burg Prunn lebte einmal ein reicher Ritter, der keinen
männlichen Leibeserben hatte, sondern eine einzige, sehr schöne
Tochter. Den alten Herrn quälte schmerzlich der Gedanke, daß durch die
Heirat seiner Tochter die Burg mit den schönen Besitzungen in die Hände
eines Fremden kommen sollte. Da nun von allen Seiten junge Ritter kamen
und um das schöne Ritterfräulein warben, setzte er ihnen eine schwere
Bedingung: Nur der solle ihre Hand erhalten, der die Mauern der Burg
umreiten würde. Viele wagten den entsetzlichen Ritt auf der steilen
Felsenwand, aber sie stürzten alle an der Stelle, wo der Schimmel
angemalt ist, in den Abgrund.
Dessen ungeachtet kam wieder einmal ein junger und stattlicher
Rittersmann als Brautwerber. Als er sich die furchtbare Strecke
angeschaut hatte, die er durchreiten sollte, bat er sich drei Tage
Bedenkzeit aus. Und so betrachtete er am ersten und zweiten Tag die
jähen Felsen und sann darüber nach, ob er denn kein Mittel ersinnen
könne, das Wagnis zu bestehen und die schöne Jungfrau zu gewinnen.
Allein, er konnte keines finden.
Als er am Abend des dritten Tages hilflos und verzweifelt am Fuß der
Felsenwand ging, sah er aus einem Fenster der Burg an einer Schnur
einen Zettel schweben, der immer tiefer herabkam, bis er ihn erreichen
konnte. Er ergriff ihn und las: "Die Mauern reichen bis auf den Grund".
Und als er emporblickte, erkannte er das Antlitz der Schönen, die sich
liebvoll herabbeugte. Und jetzt erst bemerkte er, daß zwischen den
Felsenklüften die Schloßmauer tatsächlich den Grund berührte.
Am nächsten Tag umritt er auf einem Schimmel kühn die Mauern der Burg
an den Seiten des Berges als auch in der Tiefe. Dann forderte er von
dem Ritter die Hand seiner Tochter. Der reiche Burgherr sträubte sich,
so, als ob der Sinn der Bedingung nicht erfüllt worden wäre. Aber die
Beredsamkeit des Freiers und die Fürsprache seiner Tochter bezwangen
sein Herz. Und so wurde das Ritterfräulein des glücklichen Ritters
glückliche Braut.
Das Bild des Rosses ließ der Ritter zum Andenken an die Außenmauer der Burg malen.
Diese Geschichte steht bei der Altmühltal Personenschiffahrt

Ob nun Schloss oder Burg Prunn sei dahingestellt, eins ist sicher
dadurch das im Altmühltal vieles geblieben ist wie noch vor mehr als
hundert Jahren, ist der Besuche auf jedenfall lohnenswert.
In der Burgkapelle kann man zum Beispiel Kirchlich Heiraten bis zu 30 Personen haben hier Platz.
Bayerische Verwaltung der
staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
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