Sachsen ist ein Freistaat in der Bundesrepublik
Deutschland. Angrenzend sind die Länder Brandenburg im Norden,
Sachsen-Anhalt im Norden und Nordwesten, die Freistaaten Thüringen im
Westen, Bayern im Südwesten sowie die Republiken Tschechien im Süden
und Polen im Osten.
Kreisfreie Städte
* Chemnitz (C) Hier die Bilder von Chemnitz * Dresden (DD) Bilder von Dresden * Görlitz (GR) * Hoyerswerda (HY) * Leipzig (L) * Plauen (PL) * Zwickau (Z)
Geografie Sachsen ist das östlichste deutsche
Land. Die wichtigen Gebirge sind das Erzgebirge, das Zittauer Gebirge
und das Elbsandsteingebirge (Sächsische Schweiz). Die höchste Erhebung
ist der Fichtelberg im Erzgebirge mit 1.215 m. Der wichtigste, größte
und einzig schiffbare Fluss ist die Elbe. Sie durchzieht den Freistaat
von Südosten nach Nordwesten. Wichtige Quellflüsse sind die Mulde, die
Weißeritz, die Zschopau, die Weiße Elster und die Spree, deren
allgemeine Fließrichtung Norden ist und die ebenfalls zum Flusssystem
der Elbe gehören. Im Osten wird der Freistaat von der Lausitzer Neiße
begrenzt, die in die Oder mündet. Die wichtigsten Regionen Sachsens
sind das Sächsische Elbland, die Leipziger Tieflandsbucht, das
Erzgebirge, die Sächsische Schweiz, das Vogtland und die Oberlausitz.
Die größten Städte sind Leipzig (495.000 Einwohner), Dresden (480.000
Einwohner) und Chemnitz (250.000 Einwohner).
Geschichte des Freistaates Sachsen Der Freistaat wurde nach dem Ende der DDR im Herbst 1990 wiedererrichtet.
Die Geschichte bis zur Gründung Meißens In
urgeschichtlicher Zeit kamen nach dem heutigen Stand der Forschung
wegen des Charakters einer Passregion des südlichen Teils des heutigen
Sachsen (Vogtland, Elstergebirge, Erzgebirge, Sächsische Schweiz und
Lausitzer Gebirge) kulturelle Impulse aus dem Südosten Europas nach
Norden. Diese Übergänge, als Pässe bezeichnet, sind beim heutigen
Oelsnitz (Vogtland)-Cheb, im mittleren Erzgebirge, im
Elbedurchbruchstal und am Lückendorfer Pass beim heutigen
(Zittau-Liberec) zu suchen. Das Sächsische Hügelland war wegen der
Bodenverhältnisse offenes Siedlungsland (etwa ein, nach Westen
allerdings nicht abgegrenztes Gebiet zwischen den heutigen Orten
Leipzig, Riesa, Großenhain, Bautzen, Meißen, Döbeln, Rochlitz,
Geithain). In diesem Zuge müssen gleichzeitig und gleichrangig die so
genannten Lausitzen genannt werden, die von jeher intensive
Verbindungen zur Oderlandschaft hatten. Im Neolithikum und in der
Bronzezeit standen so vor allem die großen Auen der Flüsse und deren
Nebenflüsse, die in der Regel flussaufwärts besiedelt wurden, im
Mittelpunkt der menschlichen Landnahme und Sesshaftwerdung. Teile
des heutigen Sachsen wohl bis zur Elster und Pleiße, vielleicht sogar
stellenweise bis zur Mulde, gehörten vermutlich schon seit der Mitte
des 9. Jahrhunderts zur Sorbischen Mark und standen damit in loser
Abhängigkeit vom Fränkischen Reich. Ihren Namen erhielt diese Mark von
dem hier siedelnden Stammesverband der Sorben. Die Gebiete an der Elbe
und in der Lommatzscher Pflege waren von den slawischen Daleminziern
besiedelt, in der Oberlausitz saßen die Milzener und Besunzane.
Die Mark Meißen im Mittelalter Die Daleminzier
wurden 929/930 in einem großangelegten Heereszug von König Heinrich I.
besiegt, ihre Hauptburg Gana, die inzwischen bei Hof-Stauchitz an dem
kleinen Fluss Jahna sicher lokalisiert werden konnte, zerstört und auch
dieses Gebiet in das Reich eingegliedert. Zur dauerhaften Beherrschung
und Sicherung des neuerworbenen Landes ließ Heinrich im selben Jahr auf
einem Felsplateau an der Mündung der Triebisch in die Elbe die Burg
Meißen (Misina, Misni) gründen, die Namensgeberin der Mark Meißen und
die "Wiege Sachsens" wurde. Zwischen 985 und 1002 fanden erste
Münzprägungen in Meißen statt. Einen Burggrafen gab es wahrscheinlich
seit 965, belegt ist er allerdings erst 1068. 968 wurde das Bistum
Meißen durch Kaiser Otto I. gegründet, Bischofssitz wurde wiederum die
gleichnamige Burg. Der Markgraf bzw. die Markgrafschaft wurden 1046
erstmalig als "Marchia Misnensis" erwähnt. Bis 1089 herrschten
verschiedene Adelsgeschlechter in der Mark Meißen. In dem Jahr übernahm
die damals sich selbst noch nicht so bezeichnenden Wettiner die
Markgrafschaft. Der Name Wettin für dieses Geschlecht taucht in den
Quellen erst im 12. Jahrhundert auf und bezieht sich auf den Stammsitz,
die Burg Wettin an der Saale nordwestlich von Halle (Saale). Ein
männlicher Spross dieses Geschlechts vermählte sich 1089 mit der Witwe
des Markgrafen, aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, Heinrich I. von
Eilenburg (1089 bis 1103), der erste Wettiner, der mit der Mark Meißen
belehnt wurde. Dessen Nachfolger, sein Sohn, war Heinrich II. von
Eilenburg. Dieser starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen, deshalb ging
der Titel des Markgrafen auf seinen Vetter Konrad den Großen (1123 bis
1156). Nachfolger Konrads wurde sein Sohn, Otto der Reiche (*1125; †
18. Februar 1190), Markgraf von 1156 bis 1190. In seine Regierungszeit
fällt die Gründung Leipzigs 1165 (Ersterwähnung 1015) als er, der
Markgraf, dem Ort an der Kreuzung der Via Regia mit der Via Imperii
Stadtrecht und Marktprivileg erteilte, die Entdeckung der
Silbervorkommen beim jetzigen Freiberg 1168 und die Gründung der Stadt
Freiberg "...als freie Stadt auf dem Berge" um 1186. Außerdem wurde
vermutlich zwischen 1171 und 1174 die Stadt Chemnitz gegründet, die
damals nicht zur Mark Meißen gehörte, sondern als Reichsstadt dem
Kaiser unterstand. Otto der Reiche erwarb verschiedene Territorien, so
unter anderem Weißenfels, dem er 1185 das Stadtrecht verlieh. Dresden
wurde 1206 erstmals urkundlich erwähnt.
Das askanische Herzogtum Sachsen (1180-1423) 1180
wurde der mächtigste Reichsfürst Herzog Heinrich der Löwe entmachtet
und sein Herzogtum Sachsen geteilt. Mit dem östlichen Landesteil wurden
die Askanier belehnt. Nach Erbteilungen ging daraus 1260 das Herzogtum
Sachsen-Wittenberg hervor. 1356 wurden die Wittenberger Askanier durch
die Goldene Bulle zu Kurfürsten erhoben. Nach deren Aussterben 1422
gingen das Herzogtum und die Kurwürde 1423 an die meißnischen Wettiner
über.
Das sächsische Kurfürstentum bis zur Leipziger Teilung Nach
dem Aussterben der Askanier konnten die Wettiner zur Mark Meißen und
ihren thüringischen Besitzungen 1423 das Herzogtum Sachsen
hinzugewinnen. Mit diesem Territorium an der mittleren Elbe war gemäß
der Goldenen Bulle von 1356 auch die Kurwürde verbunden. Die
meißnischen Wettiner waren seitdem Kurfürsten von Sachsen und gehörten
damit zu den bedeutendsten Fürsten im Reich. Schnell breitete sich der
Name ihres wichtigsten Territoriums, Sachsen, auf alle von ihnen
beherrschten Länder aus. In ihrer Titulatur zählten die Wettiner aber
zumeist ihre ganzen Besitzungen auf: sie waren Kurfürsten und Herzöge
von Sachsen, Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen usw. Auch
dauerte es noch sehr lange bis die verschiedenen Ländern zu einem
einheitlichen Staatswesen zusammengewachsen waren, was durch bis ins
17. Jahrhundert immer wieder vorgenommene Landesteilungen nicht eben
erleichtert wurde.
Die wettinischen Lande gehörten nicht nur wegen ihrer Größe sondern
auch wegen ihrer Wirtschaftskraft zu den bedeutendsten Territorien des
Reiches. Die Meißener Markgrafen und Kurfürsten konnten bedeutende
Einnahmen aus dem Silberbergbau im Erzgebirge ziehen, sie geboten mit
Leipzig über eines der wichtigsten Handelszentren im Reich und schon im
14. Jahrhundert hatten sie mit der so genannten Amtsverfassung eine
fast flächendeckende Verwaltung geschaffen, die dem Hof aus den
einzelnen Ämtern stabile Einnahmen zuführte. Durch Bergbau und Handel
war im Sachsen des 15. Jahrhunderts viel Geld im Umlauf, wodurch auch
die anderen Wirtschaftszweige nachhaltig belebt wurden. Der von den
Kurfürsten geprägte Meißener Groschen war weit über die Grenzen der
wettinischen Lande hinaus eine anerkannte Währung .
Am 26. August 1485 vereinbarten die Brüder Ernst und Albrecht der
Beherzte in Leipzig die Trennung ihres Besitzes, den sie bisher
gemeinsam regiert hatten. Damit entstanden die beiden wettinischen
Linien der Ernestiner und der Albertiner. Der ältere Bruder Ernst
erhielt das Herzogtum Sachsen um Wittenberg herum, mit dem die Kurwürde
verbunden war, dazu auch die thüringischen Gebiete und Gebiete in der
Mark Meißen. Albert regierte als Herzog von Sachsen, den größeren Teil
der meißnischen Gebiete mit den Städten Leipzig und Dresden (siehe dazu
auch Leipziger Teilung sowie Sächsischer Münzstreit).
Von der Leipziger Teilung zum Schmalkaldischen Krieg (1485-1547) Ernst
starb schon 1486. Sein Sohn Friedrich der Weise wurde sein Nachfolger.
Er gründete 1502 die Universität Wittenberg und holte 1505 Lucas
Cranach den Älteren als Hofmaler hierher. Von Wittenberg aus
verbreitete sich die Reformation. Er versteckte Martin Luther auf der
Wartburg. Friedrich der Weise starb 1525, Nachfolger wurde sein Bruder
Johann der Beständige. 1527 wurde die Evangelisch-Lutherische
Landeskirche gegründet, deren "oberster Bischof" der Kurfürst war. Der
1530 zur Verteidigung der Reformation gegründete Schmalkaldische Bund
der evangelischen Reichsstände stand unter Führung Kursachsens und
Hessens. 1532 starb Johann, Nachfolger wurde sein Sohn Johann
Friedrich. 1546 entluden sich die Spannungen zwischen den Kaiser und
dem Schmalkaldischen Bund zum Krieg, den der Bund 1547 verlor. Johann
Friedrich musste die Kurwürde und den Großteil seiner Besitzungen an
seinen Vetter Moritz von Sachsen abtreten. Ihm blieben nur die
thüringischen Besitzungen, die nach seinem Tod 1554 an seine Söhne
aufgeteilt wurden (siehe Geschichte Thüringens). Albrecht der
Beherzte wählte statt Meißen Dresden zum Residenzsitz. Er starb 1500
bei Kämpfen in Friesland. Sein Sohn Georg der Bärtige war ein
entschiedener Gegner der Reformation. Erst als nach seinem Tod 1539
sein Bruder Heinrich der Fromme Herzog wurde, kam das Herzogtum zum
Protestantismus. Nach dessen Tod 1541 wurde sein Sohn Moritz Herzog.
Moritz verbündete sich mit dem Kaiser gegen den Schmalkaldischen Bund.
Nach der Schlacht bei Mühlberg bekam er die Kurwürde und große Teile
der bisherigen kursächsischen Besitzungen.
Kursachsen im Zeitalter der Konfessionalisierung (1547-1650) Später
verschlechterte sich das Verhätnis von Kaiser und Kurfürst und es kam
zu einem neuen Waffengang. Moritz siegte dabei, starb aber 1553 bei der
Schlacht bei Sievershausen. Seit dem Abschluss des Augsburger
Religionsfriedens (1555) stand der sächsische Kurfürst fest an der
Seite der Kaiser aus dem Haus Habsburg. August I. verstand sich als
Führer der lutherischen Reichsstände, in deren Interesse der zwischen
Protestanten und Katholiken erreichte status quo zu bewahren war. Für
seine kaiserfreundliche Politik erhielt August von Kaiser Ferdinand I.
freie Hand, die mitteldeutschen Hochstifter Merseburg, Naumburg und
Meißen zu säkularisieren und in den sächsischen Kurstaat zu integrieren.
In der Religionspolitik legte sich Sachsen ganz auf das orthodoxe
Luthertum fest. Reformierte Strömungen wurden unterdrückt und mit den
Habsburgern war man sich einig, dass die Calvinisten nicht in den
reichsweiten Religionsfrieden aufgenommen werden sollten und ihnen
damit der Status einer reichsrechtlich anerkannten Konfession verwehrt
bleiben sollte. Ihren dogmatischen Ausdruck fand die strenge
Ausrichtung auf die "reine Lehre" Luthers durch die Konkordienformel
und das Konkordienbuch, die in Sachsen als verbindliche
Religionsgesetze von jedem evangelischen Pfarrer zu unterschreiben
waren. Neben der Geistlichkeit wurden auch die Universitäten und
letztlich alle Untertanen der konfessionellen Disziplinierung durch den
Behördenapparat des Kurfürsten unterworfen.
Zur Klärung der politischen Probleme im mitteldeutschen Raum wurde mit den Ernestinern 1554 der Naumburger Vertrag geschlossen.
Die friedliche Zeit in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts
wirkte sich auf die sächsische Ökonomie und die Staatsfinanzen sehr
positiv aus. August war einer der wenigen Reichsfürsten jener Epoche,
die einen umfangreichen Staatsschatz ansammeln konnten. Er war auch
nicht ständig auf Steuerbewilligungen der Landstände angewiesen, so
dass der sächsische Landtag nur selten einberufen wurde und die
sächsischen Stände sich deshalb kaum an der Landespolitik beteiligen
konnten. Selten zuvor und selten danach war die Macht sächsischer
Fürsten so groß wie im Zeitalter der Konfessionalisierung.
Unter Augusts Nachfolger, seinem Sohn Christian I. (1586-1591)
gewannen calvinistische Strömungen am Hof an Einfluss. Außerdem
versuchte Christians Kanzler Nikolaus Krell der sächsischen Politik
eine neue Richtung zu geben. Das Kurfüstentum sollte sich vom Kaiser
lösen und eine Union mit den protestantischen Reichsfürsten sowie
Bündnisse mit den westeuropäischen Gegnern der Habsburger eingehen.
Insbesondere die dem Calvinismus wohl gesonnene Religionspolitik stieß
auf den erbitterten Widerstand der lutherischen Kräfte in der
Landeskirche und unter den Ständen. Der frühe Tod Christians I. machte
die hochfliegenden Pläne Krells zunichte. Der Kanzler wurde erst ins
Gefängnis geworfen und 1601 schließlich hingerichtet.
Nach dem Ausbruch des durch den Prager Fenstersturz eingeleiteten
Böhmischen Ständeaufstands stellte sich der Kurfürst Johann Georg I.
noch 1618 auf die Seite des Kaisers. Er setzte damit auf Anraten seiner
Regierung die seit Jahrzehnten gültige sächsische Reichspolitik fort.
Ihr Ziel war es, den im Augsburger Religionsfrieden erreichten status
quo zu wahren. Man war sich 1618 in Dresden bewusst, dass die
böhmischen Unruhen einen reichsweiten Krieg auslösen konnten. Zunächst
versuchte Johann Georg gemeinsam mit dem Mainzer Kurfürsten zwischen
den böhmischen Ständen und dem Kaiser zu vermitteln. Nach dem Tod von
Kaiser Matthias im März 1619 spitzte sich die Lage aber zu. Als die
böhmischen Stände im gleichen Jahr den bereits gekrönten Nachfolger
Ferdinand II. absetzten und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz zu
ihrem König wählten, gab Johann Georg seine abwartende Haltung auf und
erklärte sich bereit, am Krieg gegen Böhmen teilzunehmen. Mit Ferdinand
II. wurde vereinbart, dass Sachsen die beiden böhmischen Nebenländer
Ober- und Niederlausitz für den Kaiser zurückerobern sollte.
Formalrechtlich wurde Johann Georg dafür vom Kaiser mit der
Reichsexekution gegen die böhmischen Rebellen beauftragt.
Im September 1620 marschierten die sächsischen Truppen in die beiden
Lausitzen ein. Die beiden Markgraftümer konnten ohne größeren
Widerstand besetzt werden. Weil der Kaiser dem sächsischen Kurfürsten
die Kriegskosten nicht wie vereinbart erstatten konnte, musste er
Johann Georg die beiden Lausitzen 1623 als Pfand überlassen.
In der Folgezeit verschlechterten sich die Beziehungen Sachsens zum
Kaiser mehr und mehr, unter anderem, weil die Neutralität Sachsens von
den kaiserlichen Truppen unter Albrecht von Wallenstein kaum geachtet
wurde. Albrecht von Wallenstein führte mehrfach plündernde Truppen in
die Lausitzen. Auch die rücksichtslos betriebene Rekatholisierung in
Schlesien und Böhmen missfiel dem sächsischen Kurfürsten, ohne dass er
etwas dagegen tun konnte. Die militärischen Erfolge Wallensteins
schließlich ließen nichts Gutes für die Zukunft der protestantischen
Reichsstände erwarten. 1631 sah sich Johann Georg I. schließlich
genötigt auf seiten der Schweden in den Krieg gegen den Kaiser
einzutreten. Ausschlaggebend für diesen radikalen Wechsel in der
sächsischen Politik war die militärische Lage, denn die Truppen des
Schwedenkönigs standen zu dieser Zeit schon auf sächsischenm Gebiet.
1635 schloss Sachsen mit dem Kaiser den Prager Frieden und gelangte
dadurch endgültig in den Besitz der Lausitzen. Die Verheerungen des
Landes durch den Dreißigjährigen Krieg dauerten aber an, denn die
Kämpfe gegen die Schweden gingen noch mehr als zehn Jahre auch in
Mitteldeutschland weiter. Erst der Westfälische Frieden brachte das
Ende der Kriegsnot. Für Sachsen wurden weitgehend die Bestimmungen des
Prager Friedens bestätigt.
Der Kurstaat vom Westfälischen Frieden bis zum Ende des Alten Reichs (1806) Nach
dem Dreißigjährigen Krieg waren viele sächsische Städte und Dörfer
zerstört, große Verluste an Menschenleben waren zu beklagen, das Land
war verarmt und die Staatskasse leer. Allerdings erholte sich der
Kurstaat aufgrund seiner natürlichen und politischen Voraussetzungen
(gute Böden und reiche Erzvorkommen auf der einen, eine gut
organisierte Verwaltung auf der anderen Seite) schneller als andere
Territorien des Reiches von den Folgen des Krieges. Eine wichtige
Komponente für den Wiederaufstieg Sachsens stellten die aus den
habsburgischen Territorien in den Kurstaat einströmenden Exulanten dar,
durch die der Bevölkerungsverlust aus den Kriegszeiten schneller
ausgeglichen werden konnte. Das technische knowhow der Exulanten und
ihr Gewerbefleiß kurbelten die Wirtschaft an.
Durch den starken Geldbedarf der landesfürstlichen Kasse hatten die
sächsischen Stände schon während des Krieges wieder an Einfluss
gewonnen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mussten die
Kurfüsten den Landtag weit häufiger einberufen, als dies noch zu Anfang
jenes Jahrhunderts der Fall gewesen war.
August der Starke wurde 1694 Kurfürst. 1697 trat er zum katholischen
Glauben über, um die polnische Königskrone zu erwerben. Die
Personalunion Sachsen-Polen bestand mit zwei kurzen Unterbrechungen
1706 bis 1709 und 1733 bis 1736 bis zum Ende des Siebenjährigen Krieges
1763. Unter der Herrschaft Augusts und seines Sohnes Friedrich August
II. erblühte Dresden. Die berühmten Bauwerke wie Zwinger und
Frauenkirche entstanden.
Die napoleonische Zeit (1806-1815) 1806
beteiligte sich Sachsen an der Seite Preußens am Krieg gegen das
napoleonische Frankreich. In der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt
im Oktober 1806 kämpften auch 22.000 sächsische Soldaten. Sie endete
für Preußen und seine Verbündeten mit einer katastrophalen Niederlage.
Sachsen kam kurzzeitig unter französische Besatzung und es mussten 40
Millionen Franc Kriegskontributionen bezahlt sowie Hilfslieferungen zur
Versorgung der französischen Armee geleistet werden. Mit dem
Friedensschluss von Posen wurde der Kriegszustand zwischen Sachsen und
Frankreich beendet. Sachsen wurde Mitglied des Rheinbunds und Friedrich
August I. wurde von Napoleon im Dezember 1806 zum König erhoben. Auf
Veranlassung des französischen Kaisers hatte der neue sächsische König
seinen Untertanen Glaubensfreiheit gewähren müssen. Von da an waren die
Katholiken gleichberechtigte Staatsbürger. Die napoleonische
Kontinentalsperre hatte starke Auswirkungen auf die sächsische
Wirtschaft. Sie verhinderte einerseits den Handel mit Großbritannien,
schuf andererseits aber günstige Bedingungen für den Absatz des
sächsischen Gewerbes auf dem Kontinent, weil die Konkurrenz der Briten
ausgeschaltet war. Insbesondere die gewerbliche Produktion im
Erzgebirge und in der Oberlausitz nahm dadurch zu.
1812 mussten sächsische Truppen am Russlandfeldzug Napoleons
teilnehmen. Von den 21.000 sächsischen Soldaten kehrten nur knapp 1.000
in die Heimat zurück. 1813 wurde Sachsen zum Hauptkriegsschauplatz der
antinapoleonischen Befreiungskriege. Dementsprechend hatte auch die
sächsische Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten viel zu leiden.
Besonders betroffen waren durch die Gefechte die westliche Oberlausitz
(Bischofswerda wurde in Brand geschossen und verwüstet) und die Dörfer
in der Umgebung von Leipzig, die während der Völkerschlacht verwüstet
wurden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rheinbundstaaten hatte sich
Sachsen im Herbst 1813 nicht rechtzeitig auf die Seite der Sieger
geschlagen und die Preußen wollten das Land daher ihrem Staatswesen
einverleiben. Die völlige Beseitigung des sächsischen Staates wurde auf
dem Wiener Kongress jedoch durch den österreichischen Staatskanzler
Metternich verhindert. Preußen konnte nur drei Fünftel des sächsischen
Territoriums an sich reißen. Sachsen verlor unter anderem den Kurkreis
mit Wittenberg und Torgau, die Niederlausitz, die Hälfte der
Oberlausitz und alle Gebiete in Thüringen. Hatte Kursachsen um 1800
etwa 2 Millionen Einwohner gehabt, so lebten 1815 im verbliebenen
Rumpfstaat nur mehr 1,2 Millionen Menschen.
Sachsen im 19. Jahrhundert Vom Wiener Kongress bis zum Vormärz (1815-1847) Nach
dem Wiener Frieden folgte auch in Sachsen eine Zeit der politischen
Restauration. Nachdem König Friedrich August I. 1827 starb, folgte ihm
sein Bruder Anton im Amt. Kabinettsminister Detlev Graf von Einsiedel
versuchte jegliche Reformen zu verhindern. Die bürgerlichen Eliten
drängten jedoch auf Beteiligung an der politischen Macht. Die
Julirevolution von 1830 in Frankreich löste auch in Deutschland Unruhen
und Aufstände aus, die in den verschiedenen Staaten infolge der lokalen
Besonderheiten einen unterschiedlichen Verlauf nahmen und sehr
unterschiedliche Ergebnisse zeitigten. In Sachsen wurde der Aufstand
1831 zwar militärisch bekämpft, die Regierung machte aber auch
politische Zugeständnisse, mit denen insbesondere die Forderungen des
liberalen Bürgertums teilweise aufgegriffen wurden. Es kam zu
gemäßigten Reformen; am wichtigsten war dabei der Erlass der ersten
Verfassung im September 1831. Das Königreich Sachsen war nun
konstitutionelle Monarchie geworden, bürgerliche Freiheiten waren
erstmals verfassungsmäßig garantiert und es sollten Wahlen zum Landtag
stattfinden. Mit der Allgemeinen Städteordnung von 1832 erhielten die
Städte eine weitgehende Selbstverwaltung und mit dem Gesetz über
Ablösungen und Gemeinheitsteilungen wird die Befreiung der Bauern von
den Feudallasten eingeleitet. Auch Justiz und Verwaltung wurden in den
folgenden Jahren grundlegend neu gestaltet.
Nach 1815 erlebte Sachsen einen enormen industriellen Aufschwung.
Das Land war die erste wirkliche Industrieregion Deutschlands. Die
Bevölkerung der Städte nahm wegen des Bedarfs an Arbeitskräften rasch
zu. Es kam zur Entstehung eines Industrieproletariats, dessen
Lebensverhältnisse sehr schlecht waren. Die Kommunen konnten die
sozialen Probleme kaum bewältigen, bzw. hatten die bürgerlichen
Führungsschichten wenig Interesse daran.
Die Revolution von 1848/49 Im Frühjahr 1848 war
Leipzig eines der Zentren der Revolution in den deutschen Staaten. Am
13. März musste der König eine bürgerliche Regierung einsetzen.
Allerdings zeigte es sich bald, dass diese Vertreter des Großbürgertums
ihre eigenen familiären Verbindungen zum Adel und Gruppeninteressen
sicherten und Aktivitäten der Volksmassen bremsten. Angesichts von
60.000 Arbeitslosen in Sachsen im Frühjahr 1848 und dem Unmut der
ländlichen Bevölkerung, die am 5. April das Waldenburger Schloss in
Flammen aufgehen ließ, war das kein leichtes Unterfangen. Am 1. Mai
löste der König das Parlament auf, was schließlich Auslöser des
Maiaufstandes war. Zwei Tage später wurde eine Demonstration der
Bürgerwehr verboten und offiziell mit dem Einmarsch preußischen
Militärs gedroht, was den letzten Zündfunken für den bewaffneten
Widerstand lieferte. In der Folge kam es in Dresden zu Kämpfen und der
König flüchtet auf die Festung Königstein. Am 6. Mai trafen jedoch wie
angedroht preußische Truppen ein. Das Resultat nach vier Tagen Kämpfen
waren 30 gefallene Soldaten und ca. 200 tote Barrikadenkämpfer sowie
zahlreiche politische Gefangene. Die Revolution wurde niedergeschlagen,
ohne dass größere politische Zugeständnisse gemacht worden waren.
Sachsen im Deutschen Kaiserreich Am 14. Juni
1866 stellte sich Sachsen im österreichisch-preußischen Konflikt auf
die Seite Wiens. Sachsen wurde schnell von preußischen Truppen besetzt
und seine Armee musste bei Königgrätz die Niederlage der Österreicher
teilen. Im Friedensvertrag von Berlin musste die sächsische Regierung
schließlich die politischen Veränderungen anerkennen und das Land wurde
Mitglied im Norddeutschen Bund unter preußischer Führung. Sachsens
staatliche Souveränität war seitdem stark eingeschränkt. Sachsen nahm
1870 am Deutsch-Französischen Krieg teil und 1871 wurde das Land Teil
des neu begründeten Deutschen Reiches, dessen Geschichte es fortan
teilte. Sachsen profitierte nach 1871 besonders von dem allgemeinen
Aufschwung in Deutschland. Es war das Land mit der höchsten
Industriedichte und dem höchsten Nationaleinkommen (pro Kopf) unter
allen deutschen Bundesstaaten. Nach 1871 kam es auch zu einem
Modernisierungsschub auf dem Gebiet der Verwaltung, während das
politische System rückständig blieb. Das geltende Wahlrecht sicherte
einer kleinen Minderheit der besitzenden Schichten die Macht.
Gleichzeitig war Sachsen im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ein
Zentrum der deutschen Arbeiterbewegung unter Führung August Bebels und
Wilhelm Liebknechts. Bei den Reichtagswahlen von 1874 wurden die
Sozialdemokraten in Sachsen die stärkste Partei, weshalb man auch vom
"roten Königreich" sprach.
Als gegen die Wahlerfolge der Sozialdemokraten gerichtete Maßnahme
führte die sächsische Regierung das Dreiklassenwahlrecht ein, bei dem
alle Nichtsteuerzahler vom Wahlrecht ausgeschlossen waren. Dies
bedeutete für die sozialdemokratische Vertretung im sächsischen Landtag
das vorläufige Ende, da dieses Gesetz fast 80 Prozent der
sozialistischen Wählerschaft von den Wahlen ausschloss.
Sachsen ab dem 20. Jahrhundert 1918 bis 1933 Am
8. November 1918 übernahmen in Sachsen Arbeiter- und Soldatenräte die
Macht, der SPD-Politiker Fleißner rief am 10. November 1918 die
Republik Sachsen aus und zwei Tage später dankte der sächsische König
Friedrich August III. auf Schloss Guteborn bei Ruhland ab.
Am 28. November 1918 wurde das allgemeine, gleiche, unmittelbare und
geheime Verhältniswahlrecht für Männer und Frauen über 21 Jahre
eingeführt, nach dem das erste demokratische Parlament Sachsens im
Februar 1919 gewählt wurde. Am 25. Februar 1919 trat die neue
Verfassung für den Freistaat Sachsen in Kraft. Der Freistaat Sachsen
hatte vor dem Gebietsaustausch mit Thüringen eine Fläche von 14.993 km².
1928 erfolgte ein Gebietsaustausch und eine Grenzbereinigung
zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Land Thüringen. Insgesamt kamen
1115 ha mit 4890 Einwohnern zu Sachsen und 1778 ha mit 2900 Einwohnern
zu Thüringen (Karte mit den Austauschgebieten (http://mdz1.bib-bvb.de/cocoon/reichsblatt/Blatt_bsb00000106,00474.html)).
Sachsen erhielt insbesondere die ehemaligen Exklaven des Herzogtum
Sachsen-Altenburg Gemeinde Russdorf bei Limbach-Oberfrohna und
Neukirchen bei Waldenburg, aber auch die Gemeinden Wickersdorf,
Waldsachsen und ein Teil der Gemeinde Ponitz, der Flur Gosel. Bei
Plauen wurden unter anderem teilweise der Flur Caselwitz, ein Teil der
Gemeinde Greiz, die Gemeinde und der Flur Görschnitz sowie ein Teil der
Gemeinde und Flur Schönbach Sachsen zugeordnet.
Im Austausch kamen nach Thüringen die sächsische Exklave Liebschwitz
bei Gera mit den Gemeinden und Fluren Lengefeld, Liebschwitz, Lietzsch,
Niebra, Pösneck, und Taubenpreskeln sowie den benachbarten Gemeinden
Hilbersdorf, Loitzsch, Rückersdorf, Thonhausen und Grobsdorf. Außerdem
wurden dem Land eingliedert die Gemeinde Bocka bei Altenburg und
Kauritz bei Meerane sowie Flur Frohnsdorf der Gemeinde Ziegelheim und
Teile der Gemeinde und Flure Obergrünberg. Bei Greiz kamen von Sachsen
der Flur Stelzen (ein Teil der Gemeinde Reuth), ein Teil der Gemeinde
und Flur Noßwitz, der Flur Sachswitz (ein Teil der Gemeinde Elsterberg)
und teilweise der Flur Cunsdorf (ein Teil der Gemeinde Reichenbach).
Nationalsozialismus Nach der Gleichschaltung der
Länder wurde 1933 Martin Mutschmann zum Reichsstatthalter von Sachsen
ernannt, 1934 hörte der Freistaat Sachsen staatsrechtlich auf zu
bestehen, 1935 erfolgte zusätzlich die Beauftragung mit der Führung der
Landesregierung. Ministerpräsident in der Zeit von 1933 bis 1935 war
Manfred von Killinger.
Am 13. Februar und 14. Februar 1945 wurde Dresden Opfer eines der
schwersten Bombenangriffes im Zweiten Weltkrieg. Im April/Mai 1945
wurde Sachsen von der Roten Armee besetzt, die Gebiete westlich der
Mulde mit Leipzig, Grimma und Rochlitz sowie westlich der Zwickauer
Mulde mit Auerbach, Falkenstein, Glauchau, Plauen, Oelsnitz,
Reichenbach und Zwickau von den US-Streitkräften. Ein Sonderfall
bildete der damalige Landkreis Schwarzenberg, welcher als so genannte
Freie Republik Schwarzenberg anfangs unbesetzt blieb. Anfang Juli wurde
dann ganz Sachsen Teil der SBZ.
Die Nachkriegszeit bis zur Auflösung der Länder in der DDR 1952 1945
wird das Land Sachsen innerhalb der Sowjetischen Besatzungszone,
bestehend aus dem ehemaligen Freistaat Sachsen und den Gebieten der
preußischen Provinz Schlesien westlich der Oder-Neiße-Grenze
(Oberlausitz), mit einer Gesamtgröße von 17.004 km², neu gebildet.
Am 23. Juli 1952 wird Sachsen durch das Gesetz über die
„Verwaltungsreform und die Auflösung der Länder der DDR“ in die Bezirke
Dresden, Leipzig und Chemnitz (Karl-Marx-Stadt 1953 bis 1990) geteilt
und damit faktisch aufgelöst. Ein kulturelles, so zu sagen "sächsisches
Selbstverständnis" konnte per Gesetz aber nicht beseitigt werden. Ein
kleiner Teil der Oberlausitz wurde dem Bezirk Cottbus zugeschlagen.
Dabei geschahen Grenzbereinigungen, bei denen einzelne Städte und
Gemeinden von den Nachbarkreisen eingegeliedert oder an diese
angegliedert wurden, wodurch sich die Bezirksgrenzen gegenüber den
ehemaligen Landesgrenzen verschoben.
seit 1990 Das heutige Land Sachsen wurde
1990 als Freistaat Sachsen durch Zusammenlegung der
DDR-Bezirksterritorien Dresden, Karl-Marx-Stadt und Leipzig (ohne die
Kreise Altenburg und Schmölln) sowie der Kreise Hoyerswerda und
Weißwasser des südlichen Teils des Bezirkes Cottbus neu gebildet.
Kleine, ehemals sächsische Gebiete, aus dem Landkreis Greiz die
Gemeinden Cunsdorf und Görschnitz sowie die Stadt Elsterberg; aus dem
Landkreis Schleiz die Gemeinden Langenbach, Thierbach (Sachsen), die
Stadt Mühltroff und aus dem Landkreis Zeulenroda die Gemeinden
Ebersgrün, Ranspach, Unterreichenau und die Stadt Pausa/Vogtl. kamen
1992 nach einem Bürgerentscheid vom Freistaat Thüringen wieder zum
Freistaat Sachsen. Weil der Bezirk Dresden um den Südteil des zuvor zum
Land Brandenburg gehörenden Kreises Senftenberg erweitert worden war
und der Bezirk Leipzig um die früher zu Sachsen-Anhalt gehörenden
Kreise Delitzsch, Eilenburg und Torgau sowie durch die Eingliederung
von Teilen des ehemaligen Niederschlesiens im Jahr 1945 ist der heutige
Freistaat deutlich größer als das ehemalige Königreich.
Die erste Landtagswahl fand am 14. Oktober 1990 statt. Die
Sitzverteilung war: CDU 92, SPD 32, PDS 17, B’90 / Grüne 10, F.D.P. 9
Sitze. Am 6. Juni 1992 trat die Verfassung des Freistaates Sachsen in
Kraft. Zur zweiten Landtagswahl am 11. September 1994 wurde die Anzahl
der Mandate auf 120 verkleinert. Sitzverteilung: CDU 77, SPD 22, PDS 21
Sitze. Die CDU-Alleinregierung unter Kurt Biedenkopf wurde durch
Landtagswahl am 19. September 1999 bestätigt. Sitzverteilung: CDU 76,
SPD 14, PDS 30 Sitze. Kurt Biedenkopf gab das Amt des sächsischen
Ministerpräsidenten 2002 an den CDU-Politiker Georg Milbradt ab.
Regierungsbezirke Sachsen ist in die Regierungsbezirke Dresden, Chemnitz und Leipzig untergliedert
Städte und Gemeinden Sachsen besteht aus
insgesamt 527 politisch selbständigen Städten und Gemeinden (Stand:
1.1.2003). Diese verteilen sich wie folgt: 7 Kreisfreie Städte, 33
Große Kreisstädte und 487 sonstige kreisangehörige Städte und
Gemeinden. Die kreisangehörigen Gemeinden haben sich teilweise zur
Erledigung ihrer Verwaltungsgeschäfte zu Verwaltungsgemeinschaften
zusammen geschlossen.
Wirtschaft Die sächsische Wirtschaft hat nach
der Wiedervereinigung von DDR und BRD wirtschaftlich einen starken
Strukturwandel erlebt. Die in der Industrie stark zurückständigen
Betriebe wurden meist geschlossen. Braunkohlewerke wurden stillgelegt
und befinden sich zur Zeit in der Rekultivierung. Heute steht Sachsen
mit Thüringen auf den Spitzenplätzen der ostdeutschen Wirtschaft,
wenngleich das Problem der hohen Arbeitslosigkeit noch immer nicht
gelöst ist. Sachsen hat mit Wachstumsraten zwischen acht und zehn
Prozent die höchsten in Deutschland.
Ballungsräume und Infrastruktur Vor allem die
Ballungräume Leipzig-Halle und Chemnitz-Zwickau sind Antrieb der
sächsischen Wirtschaft. Das Ballungsgebiet Dresden ist gemessen am
Bruttoinlandsprodukt der wirtschaftlich stärkste Raum Sachsens. Auf
Grund der geringen Autobahndichte und der fehlenden
Autobahnverbindungen im Freistaat werden in den kommenden Jahren die
Fernverbindungen stetig ausgebaut. Vor allem die Verbindungen der A 72
zwischen Chemnitz und Leipzig, die A 17 zwischen Dresden und Prag sowie
die A 38 als Südumfahrung Leipzigs sind wichtige Straßenbauprojekte in
Ostdeutschland.
Sprache Im Freistaat Sachsen werden
hauptsächlich meißenische und lausitzische Dialekte gesprochen, die zu
der ostmitteldeutschen Dialektgruppe gehören. In der Lausitz wird ein
obersorbischer Dialekt der sorbischen Sprache, die zur westslawischen
Sprachgruppe gezählt wird, von rund 60.000 Sorben gesprochen (andere
Quellen 30.000). Diese Sprache ist aber in ihrer Existenz gefährdet.
Des weiteren existieren vogtländische und erzgebirgische Dialekte als
Mischformen mit dem Ostfränkischen und Nordbayerischen.
Regionen
* Sächsisches Elbland, in der Mitte * Erzgebirge, im Süden * Westerzgebirge, im Süden * Osterzgebirge, im Süden * Erzgebirgsvorland, in der Mitte * Vogtland, im Südwesten * Elstergebirge, im Südwesten * Oberlausitz, im Osten * Lausitzer Bergland, im Südosten * Zittauer Gebirge (Teil des Lausitzer Gebirges), im Südosten * Leipziger Tieflandsbucht, im Nordwesten * Nordsächsisches Heideland, im Norden * Dübener Heide, im Norden * Elbtalkessel oder Dresdner Elbtalweitung, in der Mitte * Mittelsächsisches oder Sächsisches Hügelland, in der Mitte * Elbsandsteingebirge oder Sächsische Schweiz, im Südosten
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