Unser Hotel, das Grand Hayett in Muscat. Als Kind habe ich die
Märchen aus 1001 Nacht förmlich *verschlungen* und nun waren wir
mittendrin . An jedem der hunderten gemauerten Balkone, Erker, Söller
hätte die kluge Scheherezade stehen können, so authentisch wie in all
den Büchern beschrieben - es war einfach unglaublich.
In den engen Gassen der Altstadt und in den Suqs - es ist dort
unmöglich nebeneinander zu gehen - erwartete ich jeden Moment den
verkleideten Harun-al Raschid zu begegnen...... die Männer des Omans
sind fast genauso noch gekleidet mit ihren schneeweissen Dishdashas,
die durch eine Kordel gehalten werden, in der der berühmte silberne
handgemachte Krummdolch steckt. An Feiertagen, Markttagen sind die
Männer zusätzlich noch mit *Gewehren* ausgerüstet, wie man sie nur mehr
aus alten Filmen kennt, Sindbad und Ali Baba lassen grüssen ! Der Suq der omanischen Hauptstadt Muscat ist einzigartig und der
älteste im arabischen Raum. Allein die Deckenfresken... und überall nur
Kuppeln, Minarette - wir wren verzaubert.
H.al Raschid war bekanntermassen ein kluger, volksnaher Sultan, der
einzige allerdings über Jahrhunderte, bis 1970 Sultan Qaboos bin Said
die Macht von seinen despotischen Vater übernahm, die Frauen den
Männern gleichstellte, über 4oo Schulen, 3 Universitäten, Spitäler etc
errichtete. In diesem Völkergemisch aus Omani, Inder, Sansibaris, Perser, Afrikaner
usw. ist keiner, der nicht perfekt Englisch spricht *staun* Auch trifft man in den Suqs immer wieder auf wunderbare Handarbeiten, wie Öllampen a la Aladin´s Wunderlampe
Und über alles ein betäubender Geruch von den verschiedensten Gewürzen,
Sandelholz, Weihrauch, einfach unbeschreiblich. Abends waren wir einige
Male die einzigen Europäer im Suq - eigenartiges Gefühl !
Nun noch zu den Frauen des Oman: Es steht ihnen jede Art der Kleidung zu, auch müssen sie keine
Kopfbedeckung tragen, aber sie tragen die Tschadors aus freien Willen;
dazu wäre allerdings noch zu sagen, dass diese reichst bestickt sind
mit Pailetten, Perlen, Strassteinen (Swarovsky ist im Oman hoch
begehrt, egal ob bei Kleidung, Lüster usw.) in allen Farben und eben
diese Muster und Farben finden sich dann in der Bekleidung unter den
äusserst verführerisch geschnittenen Tschadors wieder - welche genügend
Einblicke auf die kostbare Bekleidung unterhalb freigeben. Was die Stellung der Frau im Oman betrifft: man könnte neidisch werden !!!!!!!!!! Auch die indischen Frauen fielen auf durch die kostenbare Bekleidung -
es gibt nur Seide oder Cashmere, kostbarst bestickt , einfach
unvorstellbar. Auch fiel mir die schon grenzenlose Höflichkeit gegenüber den Frauen , egal welcher Klasse, sofort auf
Unser Hotel, das Grand Hayett in Muscat, in rein arabischen Stil
war umwerfend: die Lobby erinnerte mit an den Petersdom von Innen -
abgesehen von der riesigen Reiterstatue , der Duft von Sandelholz und
Weihrauch lag immer in der Luft wir waren angesichts dieses Luxus
anfangs einfach sprachlos; alles feinst vergoldet, mit Einlegearbeiten,
ansonsten nur Marmor -
Die weissen Aussenfroten d. Hotels verfärbten sich in den Abendstunden
in zartes Rosa - keine Ahnung, wie das von sich ging. Papageien in den
schönsten Farben begrüssten uns bereits am Morgen mit grauenhaftem
Gezänke um die besten Plätze auf den Palmen und Balkonen! Eines Abends war Sultan Quaboos zu Gast im Hyatt - also das kann man im
aufwändigsten Hollywood-Spektakel nicht besser inszenieren.
Vielen Dank für diesen wunderbaren Bericht und die schönen Fotos. Wenn Sie noch mehr Bilder anschauen möchten dann gleich mal unter www.halwein.com