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Occupying Space. Sammlung Generali Foundation

Man kommt jeden Tag, man hat seine Stechkarte, man spielt seine Rolle innerhalb dieser Struktur, und dann „bumm“. Da steht ein Objekt. Man weiß nicht, was es sein soll oder was für eine Funktion es hat. Ich glaube, dass das gut ist. Es hat nicht nur mit Kunst zu tun. Es umfasst die Möglichkeit des Denkens. (Aus der Text-Installation „Kunstvermittlung“ (1995) von Andrea Fraser)

9. März bis 16. Mai 2005

Unter dem Titel „Occupying Space“ präsentiert das Haus der Kunst die Sammlung Generali Foundation aus Wien. Die Ausstellung in München ist nicht als „Leistungsschau“ dieser bekannten Sammlung angelegt, sondern stellt Querverbindungen zwischen den verschiedenen Werken her. In der dialogischen Präsentation spiegelt sich auch das Konzept dieser privaten Kollektion wider. Konzeptuelle und Performance-Kunst sowie medien- und gesellschaftskritische Werke aus den 1960/70er Jahren werden mit Arbeiten einer jüngeren Generation verknüpft. Zentrale Werke österreichischer Pioniere wie Gottfried Bechtold, VALIE EXPORT, Richard Kriesche, Friedl Kubelka, Gerhard Rühm, Peter Weibel sowie legendäre Architektur-Utopien von Hans Hollein und Walter Pichler bilden, gemeinsam mit Künstlern wie Franz West und Heimo Zobernig, den Kern der Sammlung. Diesen zum Teil radikalen Positionen in der österreichischen Kunst sind internationale Künstlerinnen und Künstler wie Dan Graham, Hans Haacke, Sanja Ivekovic, Harun Farocki, Gordon Matta-Clark, Martha Rosler oder Allan Sekula gegenübergestellt.

„Ein Bestreben ist es, zu thematisieren, eine bestimmte Position in der Kunst zu vertreten sowie Künstlerinnen und Künstler durch umfassende Werkblöcke zu repräsentieren“, beschreibt Sabine Breitwieser, die Direktorin der Generali Foundation, die Intention der Sammlung wie der Institution selbst. Der Fokus der Sammlung liegt auf Kunstbewegungen und Werken, die oft als „spröde“ oder auch als „schwierig“ bezeichnet werden. Eine in gleichem Maß inhaltlich anspruchsvolle wie konsequente Sammlung überrascht insbesondere, weil ein Versicherungsunternehmen dahinter steht.

Die Generali Foundation wurde 1988 von der Generali Vienna Group gegründet mit dem Ziel, zeitgenössische bildende Kunst zu fördern. Ausgehend von einer Auseinandersetzung mit österreichischer Skulptur, wurde der Schwerpunkt auf die Thematisierung von Kunst als sozialem Raum verlagert. Fotografie, Film, Video und Installation, somit Medien, die einen prozessorientierten Umgang zulassen, bestimmten daher seit vielen Jahren diese einzigartige Sammlung. Durch die autonome Struktur der Generali Foundation können künstlerische Projekte weitgehend unabhängig von kommerziellen Kriterien realisiert werden. Inzwischen umfasst die Sammlung an die 1500 Werke zeitgenössischer Kunst von etwa 160 Künstlerinnen und Künstlern.

Neben ihrer Sammlungstätigkeit verfolgt die Generali Foundation in ihrem Haus in Wien ein prononciertes Ausstellungsprogramm. Roger M. Buergel, Künstlerischer Leiter der Documenta 12, hat hier als Ausstellungsmacher reüssiert. Zahlreiche Themen- und Einzelausstellungen einschließlich ihrer Publikationen gelten als wegweisend für die Rezeption von Kunst.

Es handelt sich um ein einzigartiges Engagement eines Unternehmens im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Auf einem gemeinhin als risikoreich geltenden Terrain avancierte die Generali Foundation binnen 15 Jahren zu einer international anerkannten und viel beachteten Kunstinstitution. Weit über repräsentative Aufgaben hinaus wird zudem großer Wert auf die wissenschaftliche Aufarbeitung ausgewählter künstlerischer Positionen und die Vermittlung oftmals komplexer Inhalte gelegt. In diesem Zusammenhang entstanden in den letzten Jahren ein umfangreiches Archiv, eine Bibliothek und eine Mediathek, die im Studienraum der Generali Foundation in Wien zugänglich sind.

Die Präsentation in München ist Auftakt einer internationalen Ausstellungstour, welche die Sammlung der Generali Foundation von Deutschland über die Niederlande bis nach Osteuropa führen wird. Zu dieser ersten Station der Ausstellung am Haus der Kunst wurden eigens zwei Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern produziert. Unter dem Titel „Occupying Space / Wasting Time“ laden Alice Creischer und Andreas Siekmann zu einem „Spaziergang“ durch die Ausstellung ein. Die Goldene Bar im Haus der Kunst wird bestückt durch eine Installation von Franz West mit Sitz- und Tischmöbeln, die er gemeinsam mit Marcus Geiger / Peter Kogler (Stoff) und Heimo Zobernig (Tische) für die Generali Foundation in Wien produziert hat. Unter dem Titel „Occupying Space. Sammlung Generali Foundation“ ist ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Texten der Künstlerinnen und Künstler erschienen.

Mit der Präsentation der Sammlung Generali Foundation setzt das Haus der Kunst die lose Reihe fort, markante Privatsammlungen vorzustellen. Die Ausstellung „Partners“ der Ydessa Hendeles Art Foundation, Toronto, machte 2003 den Anfang; die Sammlung Herzog aus Basel wird ab 6. April 2005 mit Fotografien des 19. Jahrhunderts folgen.

 

 
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