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Die Lange Nacht der Museen am 26. August 2006

Thomas Brasch (1945–2001) – Erzähler, Filmemacher, Lyriker, Theaterautor und Übersetzer von Shakespeare – stieß Mitte der Achtzigerjahre auf eine Zeitungsnotiz von 1906 über den Fall des zweifachen Mädchenmörders Brunke, die ihn zu der Erzählung »Mädchenmörder Brunke« inspirierte. Aus ihr erwuchs sein letztes, unveröffentlichtes Werk, »Die Liebe und ihr Gegenteil oder Mädchenmörder Brunke«, eine Textkomposition von circa 4000 Seiten, vergleichbar der musikalischen Fuge.

Alle Teilnehmenden  Museum

Die multimediale Installation dieses Textes, konzipiert von Hartmut Fischer, Daniel Tyradellis und Andreas L. Hofbauer, verbindet Filmaufnahmen von Christoph Rüter mit Aufnahmen von Schauspielern (Anna Thalbach, Blixa Bargeld u. a.), die aus der ersten Version des »Brunke«-Textes lesen. Brasch, Brunke, Ost, West, jüdisch, deutsch, Mörder, Bankangestellter, Klavierlehrer, Kaballa, Junggesellenmaschine – eine wundersame Textlandschaft wird so begeh- und hörbar. Die Installation läuft die ganze Nacht.
Bitte beachten Sie auch die Lesung aus den Brasch-Texten am Freitag, 26. August!
Wann: 27. August 2005, ab 18 Uhr
Wo: Altbau 2. OG, Konzertsaal
Eintritt: Mit dem Lange Nacht-Ticket (12 Euro, erm. 10 Euro)


Die Liebe und ihr Gegenteil oder Mädchenmörder Brunke« Eine multimediale Installation des Textes von Thomas Brasch

Bella Chagalls »Erste Begegnung« Eine Lesung mit Musik von Chopin

Bella Chagall, die Tochter eines frommen Juweliers im weißrussischen Witebsk, war erst 14 Jahre alt, als sie ihren späteren Mann, den berühmten Maler Marc Chagall, kennenlernte. In ihrem Erinnerungsbuch »Erste Begegnung« schildert sie phantasievoll Momente und Begegnungen aus der Zeit ihrer Kindheit und Jugend.

Marc Chagall hat die geschriebenen Bilder nach dem Tod seiner Frau durch Zeichnungen ergänzt und kommentiert: »Ihr Stil ist der Stil einer jüdischen Braut in der jüdischen Literatur. Sie schreibt wie sie lebt, wie sie liebt, wie sie ihre Freunde aufnimmt. Ihre Worte, ihre Sätze gleichen dem Atem der Farbe auf der Leinwand.«

Die Schauspielerin Johanna Krumstroh liest aus den Erinnerungen Bella Chagalls und wird dabei von Angela Yoffe am Klavier mit Préludes von Frédéric Chopin begleitet.
Wann: 27. August 2005, von 20 bis 24 Uhr jeweils stündlich (Dauer: 20 Minuten)
Wo: Innenhof des Museums
Eintritt: Mit dem Lange Nacht-Ticket (12 Euro, erm. 10 Euro)


 

 
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30.08.2008

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