Weilheim wird auch als Zentrum des bayerischen Oberlands bezeichnet.
Geschichte Die
erste urkundliche Erwähnung des damaligen Dorfes "Wilhaim" stammt aus
einer Urkunde des Königs und späteren Kaiser Heinrich II. von Bamberg,
der dem Kloster Polling im Jahr 1010 den Besitz eines Gutshofes in
Weilheim zuspricht.

Museen Das Stadtmuseum, auch Museum des
Pfaffenwinkels genannt, befindet sich im alten Rathaus der Stadt am
Marienplatz. Ein Museum gab es schon seit 1882, der Umzug in die
jetzigen Gebäude war 1966. Ausstellungsstücke sind im wesentlichen
Skulpturen, Möbel und Handwerk, Malerei, Vor- und Frühgeschichte der
Region und Exponate aus dem Brauchtum. Auch eine Jahreskrippe und zwei
original eingerichtete bäuerliche Schlafzimmer finden sich hier. Im
Foyer des Museums finden Kunstausstellungen mit wechselnden Künstlern
statt.

Bauwerke Eines der Schmuckstücke der Stadt ist
die spätgotische Stadtpfarrkirche von H. Krumpper (1624-28), mit Stuck
der Wessobrunner Schule und schönen Fresken. Sie steht direkt am
Marienplatz, dem zentralen Punkt der Stadt auf dem eine Mariensäule von
I. Degler errichtet wurde. Außerdem gibt es noch die Friedhofskirchen
St. Salvator und St. Sebastian mit Fresken von E. Greither aus dem
Jahre 1441. In der Nähe von Weilheim, in Raisting, befindet sich eine
30 Meter Parabolantenne der DFVLR, die zur Verfolgung von
Raumflugkörpern und für radioastronomische Experimente dient.

Musikalisches Die Gegend in und um Weilheim ist
die Geburtsstätte vieler inzwischen gar nicht mehr so unbekannter Bands
wie beispielsweise The Notwist, Console, Technical Yawn oder Lali Puna. Sonstiges
Weilheim ist die Geburtsstätte der Fernwähltechnik. Am 16. Mai 1923
wurde hier die erste Netzgruppe mit Selbstwählferndienst eingerichtet
und somit der erste Schritt hin zu einem Telefonnetz ohne menschliche
Vermittlungsdienste getan.

Ebenso stand in Weilheim die erste nicht-klösterliche Apotheke
Bayerns, die 1561 eröffnet wurde. An ihrer Stelle steht heute die
Stadtapotheke.

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