| Das Erholungsparadies Spreewald hat 194 befahrbare Fließe. Die
natürlichen Wasserstrassen sind heute meist nur noch von Tourismus
befahrbaren. Das Land mit so viel Wasser hat auch einen Nachteil, das
Hochwasser. Der natürliche Lauf der Flüsse sind bei starken Regenfällen
schnell zu voll so das sich dann ein Hochwasser bildet mit dem die dort
noch lebenden Bewohner gut zurecht kommt. Die Chronik zeigt das
zwischen 1855 und 1931 insgesamt 27 Hochwasser die Spreewaldlandschaft
bedrohte. Eine einzigartige Landschaft erleben die Besucher, die sich jedes
Jahr im Frühling, Sommer und Herbst von einem Sreewälder Fährmann durch
das anmutige Labyrinth der Kanäle und Fließe staken lassen. Hier
scheint man der Gegenwart entrückt. Vorbei gleitet der Kahn an kleinen
Bauernhäusern, die aus wuchtigen Balken gezimmert schon Jahrhunderte
überdauert haben. Vorm Haus die Familienbank zum Ausruhrn nach getaner
Arbeit, unten am Steg der Briefkasten für den kahnfahrenden Postboten. Der Kahn ist das Transportmittel nummer 1 im Spreewald. Für Angler ein Paradies.
Theodor Fontane schrieb:
„Und daß dem Netze dieser Streekanäle Nichts von dem Zauber von Venedig fehle, Durchfurcht das endlos wirre Flußrevier In seinem Boot der Spreewald-Gondolier!“ |